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- VGA-Simulator V0.91 (c) 1992 by Christoph Zwerschke
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- Sinn und Zweck:
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- Der VGA-Simulator ist ein Hilfsprogramm für den Betrieb des Atari TT in
- der hohen TT-Auflösung (1280x960 Punkte). Er soll die fünf niedrigen
- TT-Auflösungen (VGA-Auflösungen) mit der hohen TT-Auflösung simulieren.
- Das Programm ist notwendig, weil Monitore für die hohe TT-Auflösung
- (z.B. TTM 194/195) normalerweise nicht VGA-Auflösungen anzeigen können.
- Man ist deswegen gezwungen, nur in der hohen TT-Auflösung zu arbeiten,
- oder viel Geld und Platz auf dem Schreibtisch für einen zusätzlichen
- VGA-Monitor zu veschwenden und muß dann eventuell noch lästige Umstöpsel-
- und Umjustier-Aktionen in Kauf nehmen. Doch Trara!, hier tritt der VGA-
- Simulator auf den Plan (wie Thomas Tempelmann sagen würde). Natürlich kann
- das Programm keine Farbe auf einen Monochrommonitor zaubern, aber durch
- Umrechnen in "Graustufen" kann man auch mit den niedrigen Auflösungen
- mehr oder weniger gut arbeiten. Inzwischen sind noch zwei "Schmankerl"
- in den VGA-Simulator integriert worden, nämlich erstens ein Bildschirm-
- schoner, was insofern interessant ist, als der zum Lieferumfang des TT
- gehörende Mausbeschleuniger/Bildschirmschoner "Maccel" gerade die hohe
- TT-Auflösung nicht schonen kann, und zweitens ein flexibler und optional
- auflösungsabhängiger Mausbeschleuniger, wodurch "Maccel" dann gänzlich
- überflüssig wird.
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- Lieferumfang:
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- Der VGA-Simulator arbeitet rein softwaremäßig.
- Dazu gehören die folgenden vier Dateien:
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- VGA_SIMU.TXT : diese Information
- VGA_SIMU.PRG : der eigentliche Simulator, gehört in den AUTO-Ordner
- VGA_SIMU.CPX : Kontrollprogramm für den Simulator, gehört in den CPX-Ordner
- PATCH.PRG : Programm zum Patchen der Voreinstellungen
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- Copyright:
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- Copyright (c) 1992 by Christoph Zwerschke.
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- Die Versionen 0.xx des VGA-Simulators sind "Public Domain".
- Sie dürfen nach Belieben kopiert werden, auch über Mailboxen,
- unter der Voraussetzung, daß dies unentgeltlich geschieht.
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- Ab Version 1.00 wird der VGA-Simulator voraussichtlich "Shareware".
- Er darf dann weiterhin unentgeltlich kopiert werden, aber bei
- regelmäßiger Benutzung ist an den Autor eine geringe Gebühr zu
- zahlen. Hinter dem Programm steckt nämlich viel Detailarbeit.
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- Voraussetzung zur Weiterentwicklung des VGA-Simulators ist allerdings
- eine entsprechende Resonanz bei den Anwendern. Verbesserungsvorschläge
- und Honorierungen jedweder Art (Lenin-Orden, Schinkenbrote, ...) werden
- vom Autor gerne angenommen, und natürlich auf die Gebühr für die
- Shareware-Version angerechnet, falls eine solche entsteht.
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- Haftungsausschluß:
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- Natürlich kann die Funktionsfähigkeit des VGA-Simulators nicht garantiert
- werden und der Autor haftet auch nicht für irgendwelche Schäden, die sich
- aus der Benutzung des Programmes oder der Dokumentation ergeben können
- (einschließlich, aber nicht beschränkt auf Explosion oder Implosion des
- Monitors, Durchschmoren des Shifters und Formatieren der Festplatte).
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- Funktionsprinzip:
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- Der VGA-Simulator legt einen zusätzlichen Bildschirmspeicher an, der auf
- dem Monochrom-Monitor angezeigt wird. Das Betriebssystem und die Anwender-
- programme benutzen nur einen "virtuellen" Bildschirm, der vom VGA-Simulator
- im VBl-Interrupt, also 71 mal in der Sekunde, in die hohe TT-Auflösung
- umgerechnet wird. Das kostet natürlich erhebliche Rechenzeit, weswegen
- einige zusätzliche Maßnahmen getroffen wurden, diese Umrechnung optional
- auf Kosten der Genauigkeit und/oder des Speicherplatzes abzukürzen.
- Der im VGA-Simulator integrierte Bildschirmschoner kann den zusätzlichen
- Bildschirmspeicher ausnutzen und benötigt daher keinen eigenen Puffer für
- den Bildschirm.
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- Installation:
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- Es reicht, das Programm VGA_SIMU.PRG in den AUTO-Ordner zu kopieren.
- VGA_SIMU.PRG sollte dabei möglichst als eines der letzten Programme,
- jedenfalls nach GEMRAM, GDOS, NVDI usw. im AUTO-Ordner stehen.
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- Mit dem Programm PATCH.PRG können noch bestimmte Voreinstellungen in
- VGA_SIMU.PRG "gepatcht" werden, momentan sind dies:
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- Die Standard-Auflösung: Das ist die Auflösung, in die der TT nach dem
- Booten wechselt. Man kann wählen zwischen der Standard-VGA-Auflösung,
- der hohen TT-Auflösung und Abfragen der Auflösung beim Booten.
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- Warten im Fehlerfall: Gibt an, ob im Fehlerfall (zu wenig Speicher,
- kein Monochrom-Monitor angeschlossen, usw.) nach der Ausgabe der
- Fehlermeldung noch auf einen Tastendruck gewartet werden soll.
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- ST-Auflösungen zoomen: Hier kann gewählt werden, ob die ST-Auflösungen
- vierfach vergrößert werden sollen, oder unvergrößert in der Mitte des
- Bildschirms erscheinen sollen (was natürlich flotter geht).
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- Umrechnungstabellen: Hiermit kann gewählt werden, ob 512 kByte Speicher
- für Tabellen reserviert werden dürfen, die die Umrechnung des Bildschirm-
- Speichers in die hohe TT-Auflösung beschleunigen können.
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- Prüfsummen benutzen: Durch Benutzung von Prüfsummen kann die Umrechnung
- des Bildschirmspeichers vermieden werden, wenn sich dieser nicht oder
- nur wenig ändert. Es können dabei allerdings u.U. Fehler entstehen, die
- sich als "Dreck" auf dem Bildschirm äußern. Durch leichtes "Überwischen"
- mit der Maus kann dieser Dreck aber meist leicht wieder entfernt werden.
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- MMU des 68030 benutzen: Durch Benutzung der MMU kann die Umrechnung des
- Bildschirms wesentlich beschleunigt werden. Diese Option wird aber wohl
- erst in der Shareware-Version verfügbar sein.
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- Bildschirmschoner-Modus: Der Bildschirmschoner kann ganz ausgeschaltet
- oder in einen von zwei verschiedenen Modi betrieben werden, siehe dazu
- den Abschnitt "Bildschirmschoner".
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- Zeit für Schoner: Hier kann man die Zeit einstellen, nach der sich
- der Bildschirmschoner einschalten soll.
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- Anzahl der Würmer usw.: Siehe dazu den Abschnitt "Bildschirmschoner".
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- Mausbeschleuniger: Hiermit kann der integrierte Mausbeschleuniger
- eingeschaltet werden.
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- Schwelle für Maus usw.: Siehe dazu den Abschnitt "Mausbeschleuniger".
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- Überwachen/Heiß/Kalt: In dieser Tabelle kann die Überwachung einiger
- Ereignisse ein- und ausgeschaltet werden. Überwachte Ereignisse können
- als "Heiß" oder "Kalt" eingestuft werden.
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- Heiße Ecke/Kalte Ecke: Wahl der "heißen" und der "kalten Ecke".
- Siehe dazu den Abschnitt "Heiß oder kalt?"
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- Schließlich kann noch das Programm VGA_SIMU.CPX in den CPX-Ordner kopiert
- werden. Damit können einige Optionen noch im laufenden Betrieb verändert
- werden, wenn das XCONTROL-Accessory zugänglich ist.
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- Betrieb:
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- Der Simulator fragt beim Booten, welche Auflösung gewünscht ist (VGA oder
- TT-hoch) oder er gar nicht installiert werden soll. Wünscht man fast immer
- die gleiche Auflösung, so kann man dies voreinstellen (siehe dazu den
- Abschnitt "Installation"). In diesem Fall findet keine Abfrage mehr statt,
- und der Simulator bootet direkt in der eingestellten Auflösung. Falls man
- ausnahmsweise doch eine andere Auflösung wünscht, kann man beim Booten
- die Control-Taste gedrückt halten, dann findet in jedem Fall eine Abfrage
- statt (Idee von Andreas Priebe).
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- Während des Betriebs können wie gesagt einige Optionen über VGA_SIMU.CPX
- geändert werden. Zu beachten ist, daß der VGA-Simulator auch dann im
- Speicher installiert ist und bleibt, wenn er in der hohen TT-Auflösung
- gestartet wird, damit man nachträglich in die VGA-Auflösungen umschalten
- kann. Der VGA-Simulator unterstützt nämlich ausdrücklich das Umschalten
- zwischen der hohen TT-Auflösung und den VGA-Auflösungen. Leider wird
- dies allerdings auch bei der aktuellen TOS-Version 3.06 noch vom AES,
- VDI und vom Desktop "mit allen Mitteln" verhindert, ist also in der Praxis
- noch nicht möglich. Trotzdem ist der VGA-Simulator auf "unsaubere Hacks"
- und bessere Zeiten mit neuen TOS-Versionen bereits vorbereitet.
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- Der Bildschirmschoner:
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- Wozu ein Bildschirmschoner dient, sagt schon der Name. Läßt man nämlich
- den Monitor lange mit einem hellen Bild laufen, altert er sehr schnell.
- Vor allem nutzt sich die Schicht mit dem Leuchtstoff an den weißen Stellen
- ab, es kommt zum gefürchteten "Einbrennen" von konstanten Stellen, etwa
- Statusanzeigen und Menüleisten. In der hohen TT-Auflösung altert der
- Monitor besonders schnell, da hier ständig mit einem weißen Hintergrund
- gearbeitet wird. Es ist trotzdem nicht empfehlenswert, den Bildschirm
- bei kurzen Pausen am Computer abzuschalten, da das Aus- und Einschalten
- die Röhre und die Elektronik des Monitors besonders stark belastet.
- Besser ist es schon, den Helligkeitsregler des Monitors herunterzudrehen.
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- Der Bildschirmschoner erledigt diese Aufgabe softwaremäßig. Nachdem
- eine bestimmte, einstellbare Zeit lang keine Eingaben gemacht wurden,
- schaltet der Bildschirmschoner auf einen schwarzen Bildschirm um.
- Erst wenn wieder eine Eingabe über die Tastatur oder die Maus gemacht
- wird, schaltet der Bildschirmschoner wieder auf den normalen Bildschirm
- zurück. Im VGA-Simulator gibt es noch einen Modus, in dem statt dem
- schwarzen Bildschirm der Bildschirm "eingefroren" wird. Das bringt zwar
- nicht mehr den Schon-Effekt für den Bildschirm, spart aber Rechenzeit.
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- Da ein völlig schwarzer Bildschirm sehr uninteressant aussieht, und man
- leicht vergessen könnte, daß der Monitor noch eingeschaltet ist, zeigt
- ein Bildschirmschoner meist eine (weil sie sich nicht einbrennen soll,
- bewegte) kleine Grafik oder Animation an. Hier war für den VGA-Simulator
- eigentlich die Simulation eines Aquariums geplant. Leider reichte die
- Programmierwut des Autors für dieses Vorhaben nicht ganz, so daß statt-
- dessen ein anderes "Szenario" gezeigt wird: Die Wurmdose eines Anglers.
- Der Autor befürchtet zwar, daß dies nicht ganz die gleiche beruhigende
- Wirkung wie die Betrachtung eines Aquariums haben könnte und vielleicht
- für den einen oder anderen am Computer essenden Programmbenutzer nicht
- gerade appetitsteigernd wirken könnte, aber "besser als gar nichts" und
- außerdem könnte man ruhig öfter mal am ordentlich gedeckten Tisch essen.
- Auch wenn dank der Erfindung der Maus eine Hand dafür noch frei ist.
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- Das "Wurmszenario" kann in vielen Parametern variiert werden, z.B. in
- der Anzahl, Größe, Geschwindigkeit, Länge und Krümmung der Wümer.
- Dabei werden alle Würmer als "Individuen" betrachtet, die verschieden
- aussehen und sich verschieden verhalten können. Es lassen sich aber
- mit dem Patch-Programm nur sehr wenige der Parameter einstellen.
- Auch dies wird wahrscheinlich in der Shareware-Version verbessert,
- außerdem soll man dann statt der Würmer auch ästhetischere Anblicke
- wie einen "Sternenhimmel" oder ein "Feuerwerk" auswählen können.
- Wer zu geizig ist, die Sharewaregebühr zu bezahlen, muß dann eben
- mit den Würmern vorlieb nehmen.
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- Heiß oder kalt?
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- Normalerweise wird der Bildschirmschoner durch eine Tastatur- oder
- Mauseingabe zurückgesetzt. Manchmal ist es aber auch sinnvoll, den
- Schoner auch z.B. beim Empfang von Daten von der seriellen Schnitt-
- stelle zurückzusetzen. Der Bildschirmschoner im VGA-Simulator ist aber
- noch viel flexibler: 15 verschiedenen Ereignisse können zu "heißen"
- oder "kalten" Ereignissen erklärt werden. Ein "heißes" Ereignis
- schaltet den Bildschirmschoner unverzüglich ein, während ein "kaltes"
- Ereignis den Bildschirmschoner zurücksetzt. Besonders nützlich ist es,
- daß man sich eine "heiße Ecke" und eine "kalte Ecke" für die Maus
- einrichten kann. Man fährt die Maus einfach in die heiße Ecke, wenn
- man eine kurze Pause macht, und schiebt sie anschließend wieder zurück.
- Wenn man länger über einem Text auf dem Bildschirm brütet, sollte
- man die Maus dagegen in die kalte Ecke schieben, damit der Text stehen-
- bleibt, auch wenn die Zeit für den Bildschirmschoner abgelaufen ist.
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- Der Mausbeschleuniger:
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- Der im VGA-Simulator integrierte Mausbeschleuniger ist ziemlich flexibel.
- Grundsätzlich muß man immer einen Kompromiß zwischen einem schnellen und
- einem genauen Mauscursor finden. Darüber, wie dieser Kompromiß aussehen
- muß, hat wohl jeder eine eigene Meinung. Es ist nicht nur eine Sache des
- persönlichen Geschmacks und der Gewöhnung, sondern es kommt auch darauf
- an, wofür man die Maus benutzt. Für pixelgenaues Zeichen ist eine Maus-
- beschleunigung sicherlich hinderlich, beim Hin- und Herfahren zwischen
- zentrierten Dialogen und der Menüleiste hingegen sehr nervenschonend.
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- Wer mit der voreingestellten Arbeitsweise des Mausbeschleunigers nicht
- zurechtkommt, kann sicherlich durch Variation der Parameter eine andere
- für sich geeignetere Einstellung finden. Die Parameter lassen sich mit
- dem Patch-Programm und dem CPX-Prorgamm einstellen, es sind:
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- Schwelle für die Mausbeschleunigung: Hiermit kann eingestellt werden,
- ob die Beschleunigung direkt einsetzen soll (0), oder erst, wenn die
- Maus mit einer bestimmten Geschwindigkeit (ruckartig) bewegt wird (je
- höher die Zahl, desto später setzt die Beschleunigung ein).
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- Dynamische Maus: Ist diese Option eingestellt, dann werden die Mausbe-
- wegungen "verzerrt", so daß die Maus eine größere "Dynamik" erhält. Die
- Auslenkungen werden dann also nicht mehr proportional übertragen.
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- Auflösungsabhängige Beschleunigung: Mit dieser Option wird die Mausbe-
- schleunigung "auflösungsabhängig", d.h. in niedrigen Auflösungen wird
- die Maus weniger stark beschleunigt als in hohen Auflösungen. Um den
- Mauscursor z.B. von einem zentrierten Dialog in die Menüleiste zu be-
- fördern ist dann in allen Auflösungen ein gleichstarker Schub mit der
- Maus nötig und man muß sich nicht ständig umgewöhnen.
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- Mausbeschleunigung: Dies ist eine zusätzliche Beschleunigung zu der
- dynamischen und der auflösungsabhängigen Mausbeschleunigung. Positive
- Werte machen die Maus noch schneller, negative bremsen die Maus wieder
- ab, um z.B. den Effekt der dynamischen Maus etwas abzuschwächen.
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- Einschränkungen:
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- Bis jetzt sind noch nicht alle Optionen und Parameter des VGA-Simulators
- und des integrierten Bildschirmschoners mit PATCH.PRG und VGA_SIMU.CPX
- wählbar oder einstellbar. Dies wird wie gesagt erst in der Shareware-
- Version des VGA-Simulators möglich sein.
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- Natürlich kann der VGA-Simulator keine Farben auf den Monochrom-
- Bildschirm "zaubern". Deswegen (und wegen des Brems-Effekts) ist er
- natürlich nur als Behelf anzusehen. Die Farben können wegen des dazu
- nötigen Zeitaufwandes nicht in echte Graustufen umgerechnet werden
- und die Farbpalettenregister werden auch nicht unterstützt. Das
- Pixelmuster für einen Farbpixel entspricht einfach dem Bitmuster,
- den der Index in die Farbpalette darstellt. Trotz seiner Einfachheit
- ist dieses Umrechnungsverfahren aber erstaunlich brauchbar und hat
- sich auch schon bei vielen Farb-Simulatoren auf dem Atari ST bewährt.
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- Der Simulator greift lediglich in die unterste Ebene zur Programmierung
- der Atari-Video-Hardware ein, das XBIOS. Alle Programme, die sauber über
- das XBIOS laufen, sollten mit dem VGA-Simulator keine Probleme bekommen.
- Leider sind es aber nicht nur einige Telespiele, die unter Umgehung des
- XBIOS direkt auf die Atari-Video-Hardware zugreifen, sondern unverständ-
- licherweise sogar in einigen Fällen das Standard-VDI. Das gilt insbesondere
- für die VDI-Funktion vq_color(). Bei der Änderung der Farbpalette ist daher
- mit den merkwürdigsten Ergebnissen zu rechnen. Da die Farbpalette aber wie
- gesagt sowieso nicht vom Simulator unterstützt wird, stellt dies natürlich
- kein allzu großes Problem dar. Hoffen wir trotzdem auf ein "sauberes" VDI
- im angekündigten "Multi-TOS".
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- Es kann sein, daß der VGA-Simulator mit Telespielen, die direkt die
- Video-Hardware programmieren, den VBl-Interrupt blockieren oder ein
- genaues Timing benötigen, nicht richtig arbeitet oder gar "abstürzt".
- Bei sauber programmierter Software dürfte dies allerdings nicht vorkommen.
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- Achtung: Nicht alle "Abstürze" sind unbedingt auf den VGA-Simulator
- zurückzuführen. Viele Programme laufen einfach nicht in allen Auflösungen
- einwandfrei. Auch das Wechseln der Auflösung hat einige Tücken. Einige
- Accessories, die sich in Systemvektoren einhängen, z.B. IDLE.ACC oder
- PAULA.ACC, stürzen grundsätzlich beim Auflösungswechsel ab. Außerdem ist
- die XBIOS-Funktion EsetShift() auch in der aktuellen TOS-Version 3.06
- noch fehlerhaft.
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- Geplante Verbesserungen:
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- Bis zur offiziellen Shareware-Version 1.0 ist vieles geplant. Ob alles
- umgesetzt wird, hängt wie gesagt vor allem von der Resonanz unter den
- Anwendern ab. Verbesserungsvorschläge werden jederzeit angenommen.
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- Das Patch- und das CPX-Programm sollen noch komfortabler werden und
- Zugriff auf alle Paramter des VGA-Simulators bieten.
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- Eine größeres Problem ist das regelmäßige Umkopieren des Bildschirms.
- Diese Methode war beim Atari ST noch angebracht. Der Atari TT verfügt
- jedoch mit dem 68030 über eine integrierte MMU (Memory Management Unit),
- die zur Unterstützung eines virtuellen Bildschirms geradezu prädestiniert
- ist. Leider ist aber die Programmierung der MMU nicht ganz einfach und es
- gibt auch noch keine Richtlinien zur Programmierung der MMU auf dem TT
- von Atari. Es ist zu erwarten, daß durch sinnvollen Einsatz der MMU der
- VGA-Simulator erheblich beschleunigt werden kann. Wie dies allerdings am
- effizientesten bewerkstelligt werden kann, ist aber noch nicht ganz klar.
- Es gibt zwar schon einige Überlegungen dazu, aber Ideen und Anregungen zu
- diesem Thema nimmt der Autor immer noch besonders gerne entgegen.
- Zumindest kann der VGA-Simulator in der derzeitigen Version nicht mit
- anderen Programmen kollidieren, die ebenfalls die MMU benutzen, z.B. mit
- 24BIT.PRG, ROMRAM, usw.
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- Die eklige Wurm-Grafik im Bildschirmschoner soll man durch ein schönes
- "Feuerwerk" ersetzen können.
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- Schließlich sucht der Autor noch eine Möglichkeit, von den VGA-Auflösungen
- in die hohe TT-Auflösung zu schalten, und umgekehrt. Wie gesagt wird dies
- vom VGA-Simulator unterstützt, aber bisher vom GEM erfolgreich behindert.
- Auch eine Umschaltung für einzelne Programme wäre hilfreich. Dann könnte
- man ständig in der hohen TT-Auflösung bleiben, und ein Hilfsprogramm würde
- dafür sorgen, daß für Programme, die nur in einer der VGA-Auflösungen
- arbeiten, automatisch in die die entsprechende Auflösung geschaltet wird.
- In den bisherigen TOS-Versionen ist dies sicher nur mit "illegalen Mitteln"
- zu erreichen, aber auch mit solchen kaum möglich, wie der Autor nach vielen
- frustrierenden Versuchen feststellen mußte. Auch hier bleibt also wohl nur
- die Hoffung auf das "Multi-TOS".
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- Störungen und Fehlerbeseitigung:
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- Sollte der VGA-Simulator nicht funktionieren oder Probleme bereiten, die
- nicht im Abschnitt "Einschränkungen" erwähnt sind, ist der Autor für eine
- genaue Problembeschreibung dankbar. Solange es sich nicht um eine der im
- Abschnitt "Haftungsausschluß" erwähnten größeren Katastrophen handelt,
- könnte dieses Problem dann möglicherweise in einer nächsten Version behoben
- werden. Zuvor lese man aber noch einmal die gesamte Anleitung, um abzuklären,
- ob das Problem wirklich am VGA-Simulator liegt. Es handelt sich oft auch um
- Seiteneffekte mit anderen Hintergrund-Programmen. Daher ist es ratsam, den
- Rechner einmal nur mit dem VGA-Simulator zu booten, also soweit möglich ohne
- andere Programme im AUTO-Ordner und ohne Accessories. Durch "stufenweises
- Hinzufügen" der anderen Programme kann man dann den "Störenfried" finden.
- Einige Programme überschreiben dreisterweise den letzen "Cookie" im "Jar".
- Gehörte der dem VGA-Simulator, kann er nicht mehr per CPX gesteuert werden.
- Manchmal hilft es, einfach die Reihenfolge der Programme im AUTO-Ordner
- zu ändern. Hier muß man etwas experimentieren. Der Simulator läuft auch
- im Alternate RAM des TT. Bei Problemen kann man aber versuchen, die Flags
- im Programmkopf anders einzustellen.
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- Weitere Tips des Autors:
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- Nicht nur beim Testen des VGA-Simulators hat sich bei mir das Programm
- "TUBS" ("The Ultimate Boot Selector V3.03") von Andreas Alich sehr nützlich
- gemacht. Mit diesem Tool für den AUTO-Ordner kann man vor dem Booten sehr
- komfortabel die Konfiguration an AUTO-Ordner-Programmen, ACCs und Desktop-
- Dateien einstellen. Verschiedene Konfigurationen können auf Tastendruck
- abgerufen werden, etwa eine VGA- und eine TT-Hoch-Auflösungs-Konfiguration.
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- Adresse des Autors:
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- Der Programmierer vom Dienst,
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- Christoph Zwerschke Bankverbindung:
- Am Steinfeld 4 Bezirkssparkasse Heidelberg
- D-4714 Cappenberg BLZ: 67250020 Kto: 4338405
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- Zur Zeit auch im Maus-Netz (Christoph Zwerschke @ KA) zu erreichen.
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