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Text File  |  1992-11-10  |  20.3 KB  |  394 lines

  1. VGA-Simulator V0.91 (c) 1992 by Christoph Zwerschke
  2. ===================================================
  3.  
  4.  
  5. Sinn und Zweck:
  6. ---------------
  7. Der VGA-Simulator ist ein Hilfsprogramm für den Betrieb des Atari TT in
  8. der hohen TT-Auflösung (1280x960 Punkte). Er soll die fünf niedrigen
  9. TT-Auflösungen (VGA-Auflösungen) mit der hohen TT-Auflösung simulieren.
  10. Das Programm ist notwendig, weil Monitore für die hohe TT-Auflösung
  11. (z.B. TTM 194/195) normalerweise nicht VGA-Auflösungen anzeigen können.
  12. Man ist deswegen gezwungen, nur in der hohen TT-Auflösung zu arbeiten,
  13. oder viel Geld und Platz auf dem Schreibtisch für einen zusätzlichen
  14. VGA-Monitor zu veschwenden und muß dann eventuell noch lästige Umstöpsel-
  15. und Umjustier-Aktionen in Kauf nehmen. Doch Trara!, hier tritt der VGA-
  16. Simulator auf den Plan (wie Thomas Tempelmann sagen würde). Natürlich kann
  17. das Programm keine Farbe auf einen Monochrommonitor zaubern, aber durch
  18. Umrechnen in "Graustufen" kann man auch mit den niedrigen Auflösungen
  19. mehr oder weniger gut arbeiten. Inzwischen sind noch zwei "Schmankerl"
  20. in den VGA-Simulator integriert worden, nämlich erstens ein Bildschirm-
  21. schoner, was insofern interessant ist, als der zum Lieferumfang des TT
  22. gehörende Mausbeschleuniger/Bildschirmschoner "Maccel" gerade die hohe
  23. TT-Auflösung nicht schonen kann, und zweitens ein flexibler und optional
  24. auflösungsabhängiger Mausbeschleuniger, wodurch "Maccel" dann gänzlich
  25. überflüssig wird.
  26.  
  27.  
  28. Lieferumfang:
  29. -------------
  30. Der VGA-Simulator arbeitet rein softwaremäßig.
  31. Dazu gehören die folgenden vier Dateien:
  32.  
  33. VGA_SIMU.TXT :  diese Information
  34. VGA_SIMU.PRG :  der eigentliche Simulator, gehört in den AUTO-Ordner
  35. VGA_SIMU.CPX :  Kontrollprogramm für den Simulator, gehört in den CPX-Ordner
  36. PATCH.PRG    :  Programm zum Patchen der Voreinstellungen
  37.  
  38.  
  39. Copyright:
  40. ----------
  41. Copyright (c) 1992 by Christoph Zwerschke.
  42.  
  43. Die Versionen 0.xx des VGA-Simulators sind "Public Domain".
  44. Sie dürfen nach Belieben kopiert werden, auch über Mailboxen,
  45. unter der Voraussetzung, daß dies unentgeltlich geschieht.
  46.  
  47. Ab Version 1.00 wird der VGA-Simulator voraussichtlich "Shareware".
  48. Er darf dann weiterhin unentgeltlich kopiert werden, aber bei
  49. regelmäßiger Benutzung ist an den Autor eine geringe Gebühr zu
  50. zahlen. Hinter dem Programm steckt nämlich viel Detailarbeit.
  51.  
  52. Voraussetzung zur Weiterentwicklung des VGA-Simulators ist allerdings
  53. eine entsprechende Resonanz bei den Anwendern. Verbesserungsvorschläge
  54. und Honorierungen jedweder Art (Lenin-Orden, Schinkenbrote, ...) werden
  55. vom Autor gerne angenommen, und natürlich auf die Gebühr für die
  56. Shareware-Version angerechnet, falls eine solche entsteht.
  57.  
  58.  
  59. Haftungsausschluß:
  60. ------------------
  61. Natürlich kann die Funktionsfähigkeit des VGA-Simulators nicht garantiert
  62. werden und der Autor haftet auch nicht für irgendwelche Schäden, die sich
  63. aus der Benutzung des Programmes oder der Dokumentation ergeben können
  64. (einschließlich, aber nicht beschränkt auf Explosion oder Implosion des
  65. Monitors, Durchschmoren des Shifters und Formatieren der Festplatte).
  66.  
  67.  
  68. Funktionsprinzip:
  69. -----------------
  70. Der VGA-Simulator legt einen zusätzlichen Bildschirmspeicher an, der auf
  71. dem Monochrom-Monitor angezeigt wird. Das Betriebssystem und die Anwender-
  72. programme benutzen nur einen "virtuellen" Bildschirm, der vom VGA-Simulator
  73. im VBl-Interrupt, also 71 mal in der Sekunde, in die hohe TT-Auflösung
  74. umgerechnet wird. Das kostet natürlich erhebliche Rechenzeit, weswegen
  75. einige zusätzliche Maßnahmen getroffen wurden, diese Umrechnung optional
  76. auf Kosten der Genauigkeit und/oder des Speicherplatzes abzukürzen.
  77. Der im VGA-Simulator integrierte Bildschirmschoner kann den zusätzlichen
  78. Bildschirmspeicher ausnutzen und benötigt daher keinen eigenen Puffer für
  79. den Bildschirm.
  80.  
  81.  
  82. Installation:
  83. -------------
  84. Es reicht, das Programm VGA_SIMU.PRG in den AUTO-Ordner zu kopieren.
  85. VGA_SIMU.PRG sollte dabei möglichst als eines der letzten Programme,
  86. jedenfalls nach GEMRAM, GDOS, NVDI usw. im AUTO-Ordner stehen.
  87.  
  88. Mit dem Programm PATCH.PRG können noch bestimmte Voreinstellungen in
  89. VGA_SIMU.PRG "gepatcht" werden, momentan sind dies:
  90.  
  91. Die Standard-Auflösung: Das ist die Auflösung, in die der TT nach dem
  92. Booten wechselt. Man kann wählen zwischen der Standard-VGA-Auflösung,
  93. der hohen TT-Auflösung und Abfragen der Auflösung beim Booten.
  94.  
  95. Warten im Fehlerfall: Gibt an, ob im Fehlerfall (zu wenig Speicher,
  96. kein Monochrom-Monitor angeschlossen, usw.) nach der Ausgabe der
  97. Fehlermeldung noch auf einen Tastendruck gewartet werden soll.
  98.  
  99. ST-Auflösungen zoomen: Hier kann gewählt werden, ob die ST-Auflösungen
  100. vierfach vergrößert werden sollen, oder unvergrößert in der Mitte des
  101. Bildschirms erscheinen sollen (was natürlich flotter geht).
  102.  
  103. Umrechnungstabellen: Hiermit kann gewählt werden, ob 512 kByte Speicher
  104. für Tabellen reserviert werden dürfen, die die Umrechnung des Bildschirm-
  105. Speichers in die hohe TT-Auflösung beschleunigen können.
  106.  
  107. Prüfsummen benutzen: Durch Benutzung von Prüfsummen kann die Umrechnung
  108. des Bildschirmspeichers vermieden werden, wenn sich dieser nicht oder
  109. nur wenig ändert. Es können dabei allerdings u.U. Fehler entstehen, die
  110. sich als "Dreck" auf dem Bildschirm äußern. Durch leichtes "Überwischen"
  111. mit der Maus kann dieser Dreck aber meist leicht wieder entfernt werden.
  112.  
  113. MMU des 68030 benutzen: Durch Benutzung der MMU kann die Umrechnung des
  114. Bildschirms wesentlich beschleunigt werden. Diese Option wird aber wohl
  115. erst in der Shareware-Version verfügbar sein.
  116.  
  117. Bildschirmschoner-Modus: Der Bildschirmschoner kann ganz ausgeschaltet
  118. oder in einen von zwei verschiedenen Modi betrieben werden, siehe dazu
  119. den Abschnitt "Bildschirmschoner".
  120.  
  121. Zeit für Schoner: Hier kann man die Zeit einstellen, nach der sich
  122. der Bildschirmschoner einschalten soll.
  123.  
  124. Anzahl der Würmer usw.: Siehe dazu den Abschnitt "Bildschirmschoner".
  125.  
  126. Mausbeschleuniger: Hiermit kann der integrierte Mausbeschleuniger
  127. eingeschaltet werden.
  128.  
  129. Schwelle für Maus usw.: Siehe dazu den Abschnitt "Mausbeschleuniger".
  130.  
  131. Überwachen/Heiß/Kalt: In dieser Tabelle kann die Überwachung einiger
  132. Ereignisse ein- und ausgeschaltet werden. Überwachte Ereignisse können
  133. als "Heiß" oder "Kalt" eingestuft werden.
  134.  
  135. Heiße Ecke/Kalte Ecke: Wahl der "heißen" und der "kalten Ecke".
  136. Siehe dazu den Abschnitt "Heiß oder kalt?"
  137.  
  138. Schließlich kann noch das Programm VGA_SIMU.CPX in den CPX-Ordner kopiert
  139. werden. Damit können einige Optionen noch im laufenden Betrieb verändert
  140. werden, wenn das XCONTROL-Accessory zugänglich ist.
  141.  
  142.  
  143. Betrieb:
  144. --------
  145. Der Simulator fragt beim Booten, welche Auflösung gewünscht ist (VGA oder
  146. TT-hoch) oder er gar nicht installiert werden soll. Wünscht man fast immer
  147. die gleiche Auflösung, so kann man dies voreinstellen (siehe dazu den
  148. Abschnitt "Installation"). In diesem Fall findet keine Abfrage mehr statt,
  149. und der Simulator bootet direkt in der eingestellten Auflösung. Falls man
  150. ausnahmsweise doch eine andere Auflösung wünscht, kann man beim Booten
  151. die Control-Taste gedrückt halten, dann findet in jedem Fall eine Abfrage
  152. statt (Idee von Andreas Priebe).
  153.  
  154. Während des Betriebs können wie gesagt einige Optionen über VGA_SIMU.CPX
  155. geändert werden. Zu beachten ist, daß der VGA-Simulator auch dann im
  156. Speicher installiert ist und bleibt, wenn er in der hohen TT-Auflösung
  157. gestartet wird, damit man nachträglich in die VGA-Auflösungen umschalten
  158. kann. Der VGA-Simulator unterstützt nämlich ausdrücklich das Umschalten
  159. zwischen der hohen TT-Auflösung und den VGA-Auflösungen. Leider wird
  160. dies allerdings auch bei der aktuellen TOS-Version 3.06 noch vom AES,
  161. VDI und vom Desktop "mit allen Mitteln" verhindert, ist also in der Praxis
  162. noch nicht möglich. Trotzdem ist der VGA-Simulator auf "unsaubere Hacks"
  163. und bessere Zeiten mit neuen TOS-Versionen bereits vorbereitet.
  164.  
  165.  
  166. Der Bildschirmschoner:
  167. ----------------------
  168. Wozu ein Bildschirmschoner dient, sagt schon der Name. Läßt man nämlich
  169. den Monitor lange mit einem hellen Bild laufen, altert er sehr schnell.
  170. Vor allem nutzt sich die Schicht mit dem Leuchtstoff an den weißen Stellen
  171. ab, es kommt zum gefürchteten "Einbrennen" von konstanten Stellen, etwa
  172. Statusanzeigen und Menüleisten. In der hohen TT-Auflösung altert der
  173. Monitor besonders schnell, da hier ständig mit einem weißen Hintergrund
  174. gearbeitet wird. Es ist trotzdem nicht empfehlenswert, den Bildschirm
  175. bei kurzen Pausen am Computer abzuschalten, da das Aus- und Einschalten
  176. die Röhre und die Elektronik des Monitors besonders stark belastet.
  177. Besser ist es schon, den Helligkeitsregler des Monitors herunterzudrehen.
  178.  
  179. Der Bildschirmschoner erledigt diese Aufgabe softwaremäßig. Nachdem
  180. eine bestimmte, einstellbare Zeit lang keine Eingaben gemacht wurden,
  181. schaltet der Bildschirmschoner auf einen schwarzen Bildschirm um.
  182. Erst wenn wieder eine Eingabe über die Tastatur oder die Maus gemacht
  183. wird, schaltet der Bildschirmschoner wieder auf den normalen Bildschirm
  184. zurück. Im VGA-Simulator gibt es noch einen Modus, in dem statt dem
  185. schwarzen Bildschirm der Bildschirm "eingefroren" wird. Das bringt zwar
  186. nicht mehr den Schon-Effekt für den Bildschirm, spart aber Rechenzeit.
  187.  
  188. Da ein völlig schwarzer Bildschirm sehr uninteressant aussieht, und man
  189. leicht vergessen könnte, daß der Monitor noch eingeschaltet ist, zeigt
  190. ein Bildschirmschoner meist eine (weil sie sich nicht einbrennen soll,
  191. bewegte) kleine Grafik oder Animation an. Hier war für den VGA-Simulator
  192. eigentlich die Simulation eines Aquariums geplant. Leider reichte die
  193. Programmierwut des Autors für dieses Vorhaben nicht ganz, so daß statt-
  194. dessen ein anderes "Szenario" gezeigt wird: Die Wurmdose eines Anglers.
  195. Der Autor befürchtet zwar, daß dies nicht ganz die gleiche beruhigende
  196. Wirkung wie die Betrachtung eines Aquariums haben könnte und vielleicht
  197. für den einen oder anderen am Computer essenden Programmbenutzer nicht
  198. gerade appetitsteigernd wirken könnte, aber "besser als gar nichts" und
  199. außerdem könnte man ruhig öfter mal am ordentlich gedeckten Tisch essen.
  200. Auch wenn dank der Erfindung der Maus eine Hand dafür noch frei ist.
  201.  
  202. Das "Wurmszenario" kann in vielen Parametern variiert werden, z.B. in
  203. der Anzahl, Größe, Geschwindigkeit, Länge und Krümmung der Wümer.
  204. Dabei werden alle Würmer als "Individuen" betrachtet, die verschieden
  205. aussehen und sich verschieden verhalten können. Es lassen sich aber
  206. mit dem Patch-Programm nur sehr wenige der Parameter einstellen.
  207. Auch dies wird wahrscheinlich in der Shareware-Version verbessert,
  208. außerdem soll man dann statt der Würmer auch ästhetischere Anblicke
  209. wie einen "Sternenhimmel" oder ein "Feuerwerk" auswählen können.
  210. Wer zu geizig ist, die Sharewaregebühr zu bezahlen, muß dann eben
  211. mit den Würmern vorlieb nehmen.
  212.  
  213.  
  214. Heiß oder kalt?
  215. ---------------
  216. Normalerweise wird der Bildschirmschoner durch eine Tastatur- oder
  217. Mauseingabe zurückgesetzt. Manchmal ist es aber auch sinnvoll, den
  218. Schoner auch z.B. beim Empfang von Daten von der seriellen Schnitt-
  219. stelle zurückzusetzen. Der Bildschirmschoner im VGA-Simulator ist aber
  220. noch viel flexibler: 15 verschiedenen Ereignisse können zu "heißen"
  221. oder "kalten" Ereignissen erklärt werden. Ein "heißes" Ereignis
  222. schaltet den Bildschirmschoner unverzüglich ein, während ein "kaltes"
  223. Ereignis den Bildschirmschoner zurücksetzt. Besonders nützlich ist es,
  224. daß man sich eine "heiße Ecke" und eine "kalte Ecke" für die Maus
  225. einrichten kann. Man fährt die Maus einfach in die heiße Ecke, wenn
  226. man eine kurze Pause macht, und schiebt sie anschließend wieder zurück.
  227. Wenn man länger über einem Text auf dem Bildschirm brütet, sollte
  228. man die Maus dagegen in die kalte Ecke schieben, damit der Text stehen-
  229. bleibt, auch wenn die Zeit für den Bildschirmschoner abgelaufen ist.
  230.  
  231.  
  232. Der Mausbeschleuniger:
  233. ----------------------
  234. Der im VGA-Simulator integrierte Mausbeschleuniger ist ziemlich flexibel.
  235. Grundsätzlich muß man immer einen Kompromiß zwischen einem schnellen und
  236. einem genauen Mauscursor finden. Darüber, wie dieser Kompromiß aussehen
  237. muß, hat wohl jeder eine eigene Meinung. Es ist nicht nur eine Sache des
  238. persönlichen Geschmacks und der Gewöhnung, sondern es kommt auch darauf
  239. an, wofür man die Maus benutzt. Für pixelgenaues Zeichen ist eine Maus-
  240. beschleunigung sicherlich hinderlich, beim Hin- und Herfahren zwischen
  241. zentrierten Dialogen und der Menüleiste hingegen sehr nervenschonend.
  242.  
  243. Wer mit der voreingestellten Arbeitsweise des Mausbeschleunigers nicht
  244. zurechtkommt, kann sicherlich durch Variation der Parameter eine andere
  245. für sich geeignetere Einstellung finden. Die Parameter lassen sich mit
  246. dem Patch-Programm und dem CPX-Prorgamm einstellen, es sind:
  247.  
  248. Schwelle für die Mausbeschleunigung: Hiermit kann eingestellt werden,
  249. ob die Beschleunigung direkt einsetzen soll (0), oder erst, wenn die
  250. Maus mit einer bestimmten Geschwindigkeit (ruckartig) bewegt wird (je
  251. höher die Zahl, desto später setzt die Beschleunigung ein).
  252.  
  253. Dynamische Maus: Ist diese Option eingestellt, dann werden die Mausbe-
  254. wegungen "verzerrt", so daß die Maus eine größere "Dynamik" erhält. Die
  255. Auslenkungen werden dann also nicht mehr proportional übertragen.
  256.  
  257. Auflösungsabhängige Beschleunigung: Mit dieser Option wird die Mausbe-
  258. schleunigung "auflösungsabhängig", d.h. in niedrigen Auflösungen wird
  259. die Maus weniger stark beschleunigt als in hohen Auflösungen. Um den
  260. Mauscursor z.B. von einem zentrierten Dialog in die Menüleiste zu be-
  261. fördern ist dann in allen Auflösungen ein gleichstarker Schub mit der
  262. Maus nötig und man muß sich nicht ständig umgewöhnen.
  263.  
  264. Mausbeschleunigung: Dies ist eine zusätzliche Beschleunigung zu der
  265. dynamischen und der auflösungsabhängigen Mausbeschleunigung. Positive
  266. Werte machen die Maus noch schneller, negative bremsen die Maus wieder
  267. ab, um z.B. den Effekt der dynamischen Maus etwas abzuschwächen.
  268.  
  269.  
  270. Einschränkungen:
  271. ----------------
  272. Bis jetzt sind noch nicht alle Optionen und Parameter des VGA-Simulators
  273. und des integrierten Bildschirmschoners mit PATCH.PRG und VGA_SIMU.CPX
  274. wählbar oder einstellbar. Dies wird wie gesagt erst in der Shareware-
  275. Version des VGA-Simulators möglich sein.
  276.  
  277. Natürlich kann der VGA-Simulator keine Farben auf den Monochrom-
  278. Bildschirm "zaubern". Deswegen (und wegen des Brems-Effekts) ist er
  279. natürlich nur als Behelf anzusehen. Die Farben können wegen des dazu
  280. nötigen Zeitaufwandes nicht in echte Graustufen umgerechnet werden
  281. und die Farbpalettenregister werden auch nicht unterstützt. Das
  282. Pixelmuster für einen Farbpixel entspricht einfach dem Bitmuster,
  283. den der Index in die Farbpalette darstellt. Trotz seiner Einfachheit
  284. ist dieses Umrechnungsverfahren aber erstaunlich brauchbar und hat
  285. sich auch schon bei vielen Farb-Simulatoren auf dem Atari ST bewährt.
  286.  
  287. Der Simulator greift lediglich in die unterste Ebene zur Programmierung
  288. der Atari-Video-Hardware ein, das XBIOS. Alle Programme, die sauber über
  289. das XBIOS laufen, sollten mit dem VGA-Simulator keine Probleme bekommen.
  290. Leider sind es aber nicht nur einige Telespiele, die unter Umgehung des
  291. XBIOS direkt auf die Atari-Video-Hardware zugreifen, sondern unverständ-
  292. licherweise sogar in einigen Fällen das Standard-VDI. Das gilt insbesondere
  293. für die VDI-Funktion vq_color(). Bei der Änderung der Farbpalette ist daher
  294. mit den merkwürdigsten Ergebnissen zu rechnen. Da die Farbpalette aber wie
  295. gesagt sowieso nicht vom Simulator unterstützt wird, stellt dies natürlich
  296. kein allzu großes Problem dar. Hoffen wir trotzdem auf ein "sauberes" VDI
  297. im angekündigten "Multi-TOS".
  298.  
  299. Es kann sein, daß der VGA-Simulator mit Telespielen, die direkt die
  300. Video-Hardware programmieren, den VBl-Interrupt blockieren oder ein
  301. genaues Timing benötigen, nicht richtig arbeitet oder gar "abstürzt".
  302. Bei sauber programmierter Software dürfte dies allerdings nicht vorkommen.
  303.  
  304. Achtung: Nicht alle "Abstürze" sind unbedingt auf den VGA-Simulator
  305. zurückzuführen. Viele Programme laufen einfach nicht in allen Auflösungen
  306. einwandfrei. Auch das Wechseln der Auflösung hat einige Tücken. Einige
  307. Accessories, die sich in Systemvektoren einhängen, z.B. IDLE.ACC oder
  308. PAULA.ACC, stürzen grundsätzlich beim Auflösungswechsel ab. Außerdem ist
  309. die XBIOS-Funktion EsetShift() auch in der aktuellen TOS-Version 3.06
  310. noch fehlerhaft.
  311.  
  312.  
  313. Geplante Verbesserungen:
  314. ------------------------
  315. Bis zur offiziellen Shareware-Version 1.0 ist vieles geplant. Ob alles
  316. umgesetzt wird, hängt wie gesagt vor allem von der Resonanz unter den
  317. Anwendern ab. Verbesserungsvorschläge werden jederzeit angenommen.
  318.  
  319. Das Patch- und das CPX-Programm sollen noch komfortabler werden und
  320. Zugriff auf alle Paramter des VGA-Simulators bieten.
  321.  
  322. Eine größeres Problem ist das regelmäßige Umkopieren des Bildschirms.
  323. Diese Methode war beim Atari ST noch angebracht. Der Atari TT verfügt
  324. jedoch mit dem 68030 über eine integrierte MMU (Memory Management Unit),
  325. die zur Unterstützung eines virtuellen Bildschirms geradezu prädestiniert
  326. ist. Leider ist aber die Programmierung der MMU nicht ganz einfach und es
  327. gibt auch noch keine Richtlinien zur Programmierung der MMU auf dem TT
  328. von Atari. Es ist zu erwarten, daß durch sinnvollen Einsatz der MMU der
  329. VGA-Simulator erheblich beschleunigt werden kann. Wie dies allerdings am
  330. effizientesten bewerkstelligt werden kann, ist aber noch nicht ganz klar.
  331. Es gibt zwar schon einige Überlegungen dazu, aber Ideen und Anregungen zu
  332. diesem Thema nimmt der Autor immer noch besonders gerne entgegen.
  333. Zumindest kann der VGA-Simulator in der derzeitigen Version nicht mit
  334. anderen Programmen kollidieren, die ebenfalls die MMU benutzen, z.B. mit
  335. 24BIT.PRG, ROMRAM, usw.
  336.  
  337. Die eklige Wurm-Grafik im Bildschirmschoner soll man durch ein schönes
  338. "Feuerwerk" ersetzen können.
  339.  
  340. Schließlich sucht der Autor noch eine Möglichkeit, von den VGA-Auflösungen
  341. in die hohe TT-Auflösung zu schalten, und umgekehrt. Wie gesagt wird dies
  342. vom VGA-Simulator unterstützt, aber bisher vom GEM erfolgreich behindert.
  343. Auch eine Umschaltung für einzelne Programme wäre hilfreich. Dann könnte
  344. man ständig in der hohen TT-Auflösung bleiben, und ein Hilfsprogramm würde
  345. dafür sorgen, daß für Programme, die nur in einer der VGA-Auflösungen
  346. arbeiten, automatisch in die die entsprechende Auflösung geschaltet wird.
  347. In den bisherigen TOS-Versionen ist dies sicher nur mit "illegalen Mitteln"
  348. zu erreichen, aber auch mit solchen kaum möglich, wie der Autor nach vielen
  349. frustrierenden Versuchen feststellen mußte. Auch hier bleibt also wohl nur
  350. die Hoffung auf das "Multi-TOS".
  351.  
  352.  
  353. Störungen und Fehlerbeseitigung:
  354. --------------------------------
  355. Sollte der VGA-Simulator nicht funktionieren oder Probleme bereiten, die
  356. nicht im Abschnitt "Einschränkungen" erwähnt sind, ist der Autor für eine
  357. genaue Problembeschreibung dankbar. Solange es sich nicht um eine der im
  358. Abschnitt "Haftungsausschluß" erwähnten größeren Katastrophen handelt,
  359. könnte dieses Problem dann möglicherweise in einer nächsten Version behoben
  360. werden. Zuvor lese man aber noch einmal die gesamte Anleitung, um abzuklären,
  361. ob das Problem wirklich am VGA-Simulator liegt. Es handelt sich oft auch um
  362. Seiteneffekte mit anderen Hintergrund-Programmen. Daher ist es ratsam, den
  363. Rechner einmal nur mit dem VGA-Simulator zu booten, also soweit möglich ohne
  364. andere Programme im AUTO-Ordner und ohne Accessories. Durch "stufenweises
  365. Hinzufügen" der anderen Programme kann man dann den "Störenfried" finden.
  366. Einige Programme überschreiben dreisterweise den letzen "Cookie" im "Jar".
  367. Gehörte der dem VGA-Simulator, kann er nicht mehr per CPX gesteuert werden.
  368. Manchmal hilft es, einfach die Reihenfolge der Programme im AUTO-Ordner
  369. zu ändern. Hier muß man etwas experimentieren. Der Simulator läuft auch
  370. im Alternate RAM des TT. Bei Problemen kann man aber versuchen, die Flags
  371. im Programmkopf anders einzustellen.
  372.  
  373.  
  374. Weitere Tips des Autors:
  375. ------------------------
  376. Nicht nur beim Testen des VGA-Simulators hat sich bei mir das Programm
  377. "TUBS" ("The Ultimate Boot Selector V3.03") von Andreas Alich sehr nützlich
  378. gemacht. Mit diesem Tool für den AUTO-Ordner kann man vor dem Booten sehr
  379. komfortabel die Konfiguration an AUTO-Ordner-Programmen, ACCs und Desktop-
  380. Dateien einstellen. Verschiedene Konfigurationen können auf Tastendruck
  381. abgerufen werden, etwa eine VGA- und eine TT-Hoch-Auflösungs-Konfiguration.
  382.  
  383.  
  384. Adresse des Autors:
  385. -------------------
  386. Der Programmierer vom Dienst,
  387.  
  388.      Christoph Zwerschke               Bankverbindung:
  389.         Am Steinfeld 4           Bezirkssparkasse Heidelberg
  390.       D-4714 Cappenberg          BLZ: 67250020  Kto: 4338405
  391.  
  392. Zur Zeit auch im Maus-Netz (Christoph Zwerschke @ KA) zu erreichen.
  393.  
  394.